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Zahnärztliche Funktionstherapie bei Bewegungsstörungen

Bewegungsstörungen und funktionelle neuromuskuläre Zahnmedizin

Die funktionelle neuromuskuläre Zahnmedizin erzielt in den USA seit einigen Jahren beachtliche Erfolge. Der Fokus liegt auf der Entlastung des Kopfgelenks, Hirnnerven, Rückenmark und autonomem Nervensystem im Kopf- und Halsbereich durch Aufbissbehelfe.

Ein falscher Biss bringt Fehlbelastung in die Kiefer- und Kopfgelenke, es kann zu Druck in der Kau- und Nackenmuskulatur kommen und somit auch zu Druck auf Nerven. Dieser Druck kann über neuromuskulär vermessene Aufbissbehelfe entlastet werden, die Zähne und die Kiefer optimal positionieren.

Gequetschte, blockierte oder gereizte Nerven und andere Strukturen in den Kiefer- und Kopfgelenken und in der HWS werden entlastet und können wieder besser funktionieren. Bewegungsstörungen wie Schiefhals, Tourette, Parkinson u.a. können hiervon profitieren, Nerven, die z.B. Tics und Tremor verursachen, werden durch Entlastung nicht mehr stimuliert, Bewegungseinschränkungen der HWS werden beseitigt. Die Therapie wird immer mit körpertherapeutischen Maßnahmen wie Atlastherapie, Osteopathie, manueller Therapie und Physiotherapie begleitet.

Auch bei anderen neuromuskulären Bewegungsstörungen wie Spastiken, Parkinson, neurologischer Gangstörung, Chorea Huntington oder anderen Gehirndysfunktionen kann ein falscher Biss und eine Kiefergelenksfehlstellung Einfluss auf diese Krankheitsbilder haben.

Bewegungsstörungen und funktionelle neuromuskuläre Zahnmedizin Flyer

Hier finden Sie unseren Praxisflyer mit weiteren Informationen zum Bewegungsstörungen und funktionelle neuromuskuläre Zahnmedizin.

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Torticollis – Symptome und Ursachen

Dystonie, dystonia oder Torticollis – für die im Volksmund als „Schiefhals“ bekannte Fehlhaltung existieren viele Namen. Der lateinische Begriff Torticollis bedeutet übersetzt „gedrehter“ oder „schiefer Hals“. Die Betroffenen sind erheblich in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt und kämpfen mit einer unwillentlichen Fehlhaltung des Kopfes oder Halses, die entweder gar nicht oder nur durch Schmerzen aufgehoben werden kann.

Ob von Geburt an oder später erworben, ein Schiefhals kann verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören Verletzungen, Unfälle, neurologische Ursachen, auch Infektionen werden diskutiert. Weitgehend unbekannt ist die Tatsache, dass auch zahnärztliche und kieferorthopädische Probleme einen Schiefhals verursachen oder mit begünstigen können.

La Tourette – Symptome und Ursachen

Das Tourette Syndrom, im Englischen auch als „Tic Attack“ bezeichnet, äußert sich in plötzlichen Bewegungen oder Vokalisierungen, die die Betroffenen nicht kontrollieren können. Es wurde als erstes von Gilles de la Tourette beschrieben. Die Attacken können sich sehr unterschiedlich wie Blinzeln, Kicken, Husten, Zucken oder in lauten Wortwiederholungen äußern und bergen eine große Beeinträchtigung der Patienten. Sie beginnen meist im Kindesalter und liegen angeblich einer genetisch bedingten Nervenerkrankung zugrunde, für die bisher keine DNA-Sequenz gefunden wurde. Sie treten bei Männern 4 mal häufiger auf und scheinen im Zusammenhang mit dem ADS- und ADHS-Syndrom zu stehen.

Eine eindeutige Ursache konnte bislang nicht gefunden werden, man vermutet Stoffwechselzusammenhänge (Neurotransmitter) und behandelt mit starken Medikamenten, die meist unangenehme Nebenwirkungen mit sich bringen.

Funktionelle neuromuskuläre Zahnmedizin und Bewegungsstörungen

Die Zahnstellung und die Kiefergelenkstellung hängen eng mit der Kopfhaltung zusammen. Auch die Position der Halswirbelsäule und des Schultergürtels wird maßgeblich durch die Stellung der Zähne, der Kiefer und folglich auch der Kiefergelenke beeinflusst. Eine Fehlstellung der Kiefer zueinander (Rück-, Vor-, Kreuz-, Tiefbiss) liegt oft einseitig vor. Hier kann es zu seitlichen Neigungen des Kopfes kommen. Es gibt auch Vor- und Rückneigungen und Kombinationen durch Fehlbissstellungen.

In der funktionellen Zahnmedizin wird der Zusammenhang zwischen Fehlstellung der Kiefer und Fehlstellungen der Kopf- und Körperhaltung beachtet und behandelt. Eine Schienentherapie, die gezielt auf die Fehlstellung des Kiefers und der Kopfgelenke abgestimmt wird, kann hier erhebliche Veränderungen bewirken. Parallel zur Erstellung einer Aufbissschiene wird in der funktionellen Zahnmedizin auch mit körpertherapeutischen Maßnahmen gearbeitet, wie beispielsweise Osteopathie oder manuelle Therapie, sowie haltungsverbessernden Maßnahmen. Nur so ist man in der Lage den für den Patienten optimalen Biss zu finden und Fehlhaltungen wie Torticollis und Tics bei Tourette positiv zu beeinflussen und zu therapieren.

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